Positive Psychotherapie

Bei der "Positiven Psychotherapie" handelt es sich um eine tiefenpsychologisch fundierte Kurzzeitpsychotherapie, d. h. die Behandlung erstreckt sich über 25 bis 100 Stunden. Sie wurde von Dr. N. Peseschkian, Wiesbaden, entwickelt und ist von der Ärztekammer voll anerkannt (Wiesbadener Akademie für Psychotherapie).

Die traditionelle Psychotherapie bezieht ihr Menschenbild aus der Psychopathologie, d.h. sie beschäftigt sich mit Krankheiten und Defiziten.

 

Die positive Psychotherapie geht davon aus, dass die gesunden Anteile eines Patienten zu seiner Heilung oder dem Umgang mit seiner Krankheit hinzugezogen werden können. Dabei wird nicht nur das körperliche Symptom, sonder auch die gesamte Lebenssituation eines Menschen betrachtet.

Ein wichtiger Baustein der positiven Psychotherapie ist die Anwendung des Balancemodells.

Bausteine der positiven Psychotherapie

Wichtige Hilfsmittel während der Therapie sind Sprachbilder, Spruchweisheiten und Geschichten. Sie ermöglichen es, einen Standortwechsel vorzunehmen und die eigene Situation auch mal von einer anderen Warte aus und mit Humor zu betrachten.

Geschichten helfen z.B. einem Depressiven dabei, seine Hoffnungs- und Phantasielosigkeit zu überwinden. Nach dem Motto "Krise als Chance" kann der Patient die Bedeutung der Symptome erkennen, annehmen und damit konstruktiv arbeiten.

Die Einbeziehung des Balancemodells erleichtert die Ausweitung des Blickfeldes "weg vom Symptom".

Dies kann durch die transkulturelle Betrachtungsweise auch für Menschen aller Volksgruppen angewandt werden.

Sehr früh in der Therapie wird das Selbshilfepotential des Patienten geweckt. Dadurch wird vermieden, dass sich der Patient in eine abhängige Beziehung zum Therapeuten begibt. Er wird früh motiviert, Eigenverantwortung zu übernehmen und das Erarbeitete für sich umzusetzen.