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Sitzung beim Psychologen

Depressionen

Depressionen spielen in unserer Gesellschaft eine bedeutende Rolle, da sie eine der häufigsten psychischen Erkrankungen sind.

In vielen Ländern ist Depression eine der häufigsten Ursachen für Beeinträchtigungen der Lebensqualität und Arbeitsunfähigkeit.

 

Depressionen können nicht nur das Leben des betroffenen Menschen stark beeinträchtigen, sondern auch das Leben seiner Angehörigen und Freunde.

Was sind Depressionen ?

Depression ist eine häufig vorkommende, schwerwiegende psychische Störung, die durch tiefe Traurigkeit, Verlust des Interesses an Aktivitäten, die früher Freude bereitet haben, Gefühle der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung, sowie körperliche und geistige Erschöpfung gekennzeichnet ist.

 

Depressionen können in verschiedenen Schweregraden auftreten, von leicht bis schwer. Menschen mit leichteren Depressionen können immer noch in der Lage sein, ihren täglichen Aktivitäten nachzugehen, während Menschen mit schwereren Depressionen Schwierigkeiten haben können, aus dem Bett zu kommen und ihren Alltag zu bewältigen. Schwere Depressionen können auch das Risiko von Selbstmordgedanken oder -versuchen erhöhen.

Wie äußern sich Depressionen ?

  1. Depressionen können dazu führen, dass Betroffene sich antriebslos und müde fühlen und weniger Energie haben, um ihren Alltag zu bewältigen.

  2. Betroffene verlieren oft das Interesse an Aktivitäten und Hobbys, die sie früher gerne gemacht haben.

  3. Viele Menschen mit Depressionen haben Schwierigkeiten, einzuschlafen, durchzuschlafen oder morgens aufzustehen.

  4. Depressionen können auch dazu führen, dass Betroffene ihren Appetit verlieren oder aber übermäßig viel essen.

  5. Konzentrationsschwäche oder die Schwierigkeit, überhaupt einen klaren Gedanken zu formulieren kann ebenfalls ein Symptom für eine Depression sein.

  6. Menschen mit einer Depression stellen manchmal existierende Beziehungen infrage oder haben Schwierigkeiten damit, diese zu pflegen und aufrecht zu erhalten.

  7. In schweren Fällen können Depressionen zu Gedanken an Suizid führen.

  8. Weitere Symptome bei Depressionen sind

    • Reizbarkeit

    • Hoffnungslosigkeit

Was sind die Ursachen für Depressionen ?

Depressionen haben viele mögliche Ursachen, einschließlich biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren. Sie können auch ein Symptom anderer psychischer Störungen sein.

  • Da man festgestellt hat, dass Depressionen innerhalb von Familien gehäuft auftreten, weist dies darauf hin, dass Depressionen genetisch veranlagt sein können.

  • Auch biochemische Faktoren können die Ursache für Depressionen sein. Die Ursache ist in diesen Fällen ein Ungleichgewicht bzw. eine unzureichende Produktion von Botenstoffen im Gehirn (wie Serotonin, Dopamin oder Noradrenalin), die für die Stimmungsregulierung wichtig sind.

  • Traumatische Lebensereignisse wie der Verlust eines geliebten Menschen, eine schwierige Beziehung, Kindesmissbrauch, Vernachlässigung, Kriegserlebnisse oder Arbeitsplatzprobleme können Depressionen auslösen oder verschlimmern.
     

  • Hormonelle Veränderungen, wie sie während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren auftreten können, können ebenfalls zu Depressionen führen.
     

  • Einige Medikamente, wie zum Beispiel Kortikosteroide oder Betablocker, können die Entstehung von Depressionen begünstigen. Auch der Missbrauch von Drogen wie Alkohol, Cannabis oder Kokain kann Depressionen hervorrufen.
     

  • Chronische Erkrankungen wie Diabetes, Krebs oder Herzkrankheiten können das Risiko für Depressionen erhöhen.

Wie lassen sich Depressionen therapieren ?

Es gibt erfolgversprechende Behandlungen für Depressionen, einschließlich Psychotherapie, Medikamente und anderen kombinierten Ansätzen. Wichtig ist es, frühzeitig Hilfe zu suchen, um das Risiko von Komplikationen und langfristigen Auswirkungen zu minimieren.

Dabei kann ein Psychotherapeut bei Depressionen auf mehrere Weisen helfen:
 

  • Klärung: Ein Psychotherapeut hilft dabei, die Ursachen für die Depression zu identifizieren und den Klienten dabei unterstützen, seine Gedanken und Gefühle besser zu verstehen.
     

  • Stimmungsregulation: Ein Psychotherapeut kann dem Patienten beibringen, wie er seine Stimmung regulieren und verbessern kann. Hierzu gehören u.a. Techniken wie Entspannungsübungen, Progressive Muskelentspannung oder Atemübungen.

  • Veränderung des Denkmusters: Ein Psychotherapeut kann dem Patienten mit Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie helfen, sein Denkmuster zu verändern und negative Gedanken in positive umzuwandeln. 
     

  • Förderung von Aktivitäten: Ein Psychotherapeut kann den Patienten dazu motivieren, wieder Interesse an Aktivitäten zu finden, die er früher gerne gemacht hat und ihn dabei unterstützen, sie wieder in sein Leben zu integrieren.
     

  • Unterstützung: Ein Psychotherapeut bietet dem Patienten während der Therapie emotionalen Beistand und Unterstützung.

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